Die ultimative Bond-Verarsche nach Motiven von Ian Fleming ist auch eine der besten Agentenfilm-Parodien der Filmgeschichte: Die oberfaule Geheimorganisation SMERSH bedroht die Welt. Deshalb wird derwird der mittlerweile pensionierte Agent James Bond reaktiviert - man sprengt kurzerhand seinen Ruhesitz einfach in die Luft. Doch damit nicht genug: Um die Mitglieder von SMERSH vollends zu verwirren, wird eine Vielzahl von James-Bond-Doublen in aller Herren Länder entsand. Außerdem schickt man auch Mata Bond los, die Tochter des Super-Spions, die aus der Liason mit der Ober-Agentin Mata Hari hervorging. Während des bunten Treibens im "Casino Royale", der Hauptsitz des mysteriösen Le Chiffre, treffen schließlich fast alle in einem explosiven Finale aufeinander.

Das furiose Werk fehlt fast in jeder Auflistung der James-Bond-Filme. Der Grund: Dies ist die einzige James-Bond-Story, die nicht von Albert R. Broccoli bzw. dessen Firma "Eon" produziert wurde. Der 1982 entstandene Streifen "James Bond 007 - Sag niemals nie" ist zwar auch keine Broccoli-Produktion, doch die zu Grunde liegende Geschichte wurde bereits mit "James Bond 007 - Feuerball" 1965 verfilmt. Außerdem ist "Casino Royale" sozusagen die Persiflage der Persiflage mit einem guten Dutzend Stars, einer chaotischen Handlung und einem alles zerstörenden Riesen-Feuerwerk. Typisch für den gesamten Film: Peter O'Toole trifft auf Peter Sellers und fragt diesen: "Sind sie nicht Richard Burton?"