Episoden aus dem Leben einer ganz normalen Familie: Im August 1988 verlässt der Älteste die elterlichen Gefilde und zieht in ein kleines Appartement, das direkt über Großvaters Wohnung liegt. Fünf Jahre später ist es dann soweit: die kleine Schwester wird 16 und streitet sich sogleich heftig mit ihrer Mutter. Nach nur drei weiteren Jahren ist dann der Jüngste dran, sich mit wunderbaren Träumereien den Sommer zu versüßen. 1998 fragt sich die Mutter, was eigentlich aus ihrer Ehe geworden ist und ob diese wieder funktionieren könnte, wenn sie nur zu ihrem fortgeschrittenen Alter stehen könnte. Zwei Jahre später schließlich steckt der Vater in einer tiefen Krise und fühlt sich als Komplettversager ...

Zwischen Humor und Melancholie schildert Regisseur und Drehbuchautor Rémi Bezançon ("Ein freudiges Ereignis", "Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa") wichtige Wendepunkte im Leben seiner fünf Protagonisten. Dabei beobachtete er mit Detailgenauigkeit die Funktionalität einer Familie mit allem Für und Wider. Inszenatorisch wechselt er nach Bedarf bzw. Situation. So wird etwa bei hektischen Momenten auch gerne die wackelige Handkamera eingesetzt. Die turbulente Familiengeschichte berührte mit ihrem liebenswert-melancholischem Charme die Herzen von Millionen Franzosen. Dank herausragender Schauspielleistungen und einem mitreißenden Soundtrack entwickelte sich die gefühlvolle Tragikomödie auch in Deutschland zum absoluten Publikumsliebling. Der Film gehörte mit drei Césars zu den strahlenden Siegern der Preisverleihung: Déborah François und ihr Filmbruder Marc-André Grondin wurden als Beste Newcomer geehrt, Sophie Reine für den Besten Schnitt.

Foto: Studiocanal