Schnulzensänger Alain hat schon bessere Tage gehabt. In der Provinz tingelt er mit seiner Combo durch die Tanzsäle, wo er hauptsächlich betagte Frauen zu unterhalten weiß. Kein Wunder also, dass Alain mit dem Leben unzufrieden ist. Als er die Immobilienmaklerin Marion kennenlernt, fühlt er sich auf Anhieb zu der erheblich jüngeren Frau hingezogen. Marion reagiert zunächst ausweichend, erklärt sich aber dennoch bereit, Alain bei der Suche nach einem Haus zu helfen. Auch wenn sich ihre Distanz zu ihm mehr und mehr auflöst, geht sie noch nicht auf Alains Werben ein...

Regisseur Xavier Giannoli ("Es brennt in mir") inszenierte hier mit glänzend aufgelegten Hauptdarstellern (Depardieu singt hier selbst) ein humorvolles und berührendes Drama über eine ungewöhnliche Begegnung, gleichzeitig eine zärtliche und musikalische Hommage an die sterbende Welt des Chansons und der Tanzdielen. Zunächst wollte Giannoli lediglich einen Film über den Chanson drehen, stiess bei seinen Recherchen in der Auvergne und in Clermont-Ferrand allerdings auf den Sänger Alain Chanone, der Pate für die Rolle des Alain stand. Der deutsche Filmtitel ist übrigens nicht an den gleichnamigen Chanson der Antwerpener Sängerin und Schauspielern Angèle Durand (1925-2001) angelehnt, der 1977 durch Manhattan Transfer zum Millionenhit wurde.

Foto: Prokino (Fox)