Die 13-jährige Clara lebt mit ihrer Mutter Nina auf dem Berghof ihres Stiefvaters Jon in der Schweiz. Sie liebt die Natur und ist gesegnet mit einer blühenden Fantasie. Doch seit dem Tag, an dem sie das erste Mal ein Bärenjunges auf der Sommerweide entdeckte, reißen die mysteriösen Ereignisse nicht mehr ab. Vermutlich waren es Wilderer, die dem Jungen seine Bärenmutter Zelda nahmen. Gemeinsam mit ihrem neugewonnenen Freund Thomas macht sie sich auf den Weg, ihnen das Handwerk zu legen. Und als Stiefvater Jon einen alten Schuh findet, glaubt Clara fest daran, dass sie eine magische Verbindung zu seiner Trägerin Susanna hat. Doch diese lebte vor rund 200 Jahren. Sie wollte den "Fluch der Bärin" brechen, der auf dem Dorf und seinen Bewohnern lastet. Clara beschließt, den gescheiterten Plan der ruhelosen Susanna zu beenden ...

Der in der Schweiz und in Deutschland arbeitende Regisseur Tobias Ineichen ("Dilemma", "Tatort - Schneetreiben") inszenierte diesmal einen starken Kinder- bzw. Familienfilm, der durch seine Vielschichtig- und Tiefgründigkeit jede Altersklasse anspricht. Bildgewaltig vor der Kulisse der Bündner Berge umgesetzt, basiert die Geschichte auf dem niederländischen Kinderroman "Das verrückte Haus" von Marian van der Heiden. In der Rolle der Clara überzeugt Ricarda Zimmerer, die 2009 in ihrer ersten größeren Rolle in "Alles Liebe" zu sehen war und schließlich 2010 mit "Hanni & Nanni" ihr Kinodebüt feierte. So ist dies ein gelungenes Abenteuer über Aberglaube und übersinnliche Fähigkeiten, das ohne erhobenen Zeigefinger die Liebe und Verbundenheit zur Natur thematisiert.



Foto: Farbfilm