Drei sehr unterschiedliche Geschwister - Kathrin, Nettchen und Laurenz - trauen sich, ihre Mutter Irma an ihrem Ehrentage glücklich zu machen. Drei Geschwister, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Kathrin, 37, erfolgreiche Chefin einer PR-Agentur, Nettchen, 34, chaotisch und alleinerziehende Mutter sowie Laurenz, 27, verwöhnter Nachkömmling und Medizinstudent. Viel mehr als das angespannte Verhältnis zu ihrer Mutter Irma verbindet die drei nicht mehr. Und ausgerechnet die wird bald 65. Was aber schenkt man einer Frau, der man das ganze Jahr über aus dem Weg zu gehen versucht, die selbst keine Lust hat, auf ihr Leben zurückzuschauen und auch nicht auf diesen Geburtstag? Um sie an ihrem Ehrentag ein wenig aufzuheitern, beschließen die erwachsenen Kinder, gemeinsam mit Irma in ihr altes Ferienhaus am See zu fahren. Denn hier, so glauben sie, verbrachte man glücklichere Tage. Damals, als der Vater noch lebte. Doch was als fröhliches Beisammensein im Kreise der Familie geplant ist, artet schon bald aus ...

Was alles passieren kann, wenn die Mutter 65 wird, zeigt Regisseur Kai Wessels gekonnt inszenierte Tragikömödie über den ganz normalen familiären Wahnsinn. In dem brüchigen Familienkonstrukt geht es um alte Wunden, verdrängte Gefühle, gegenseitige Schuldzuweisungen und schmerzhafte Selbsterkenntnis. Besonders Hannelore Elsner zeigt in der Rolle der Mutter, warum sie nach wie vor zu Deutschlands besten Darstellerinnen zählt. Einmal mehr setzte Wessel ein Drehbuch von Beate Langmaack in Szene, mit der er zuvor schon so sehenswerte Filme wie "Mein Bruder, der Idiot", "Polizeiruf 110 - Dumm wie Brot", "Leben wäre schön" oder "Bella Block - Die Frau des Teppichlegers" in Szene gesetzt hatte.

Foto: BR/Kerstin Stelter