Die Geschichte zweier Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Der träumerische 27-jährige Julian ist Pianist und schlägt sich in Berlin mit Auftritten in Bars durchs Leben. Den Kontakt zu seiner Familie hat er fast völlig abgebrochen. Seine Mutter Anna ist verwitwet und lebt mit ihrem zweiten Sohn Jakob in einem kleinen Vorort bei München. Jakob ist 24 Jahre alt und behindert - er hat das Down-Syndrom. Er ist witzig, temperamentvoll, unbefangen und von ansteckender Lebensfreude. Als Anna überraschend stirbt, treffen die ungleichen Brüder am Totenbett der Mutter nach langer Zeit wieder zusammen...

In einer emotionalen Erzählweise schildert der Film die schwierige Annäherung der unterschiedlichen Brüder, im Laufe derer sie sich gegenseitig helfen, ihren Platz im Leben und die Liebe finden. Was die Geschichte der Autorin Beate Langmaack so außergewöhnlich macht, ist die Tatsache, dass sie sich in keiner Weise in falschem Mitleid ergeht, sondern eine besondere und für uns manches Mal fremde Welt beschreibt - ohne Grenzen, ohne Vorurteile. Seit Filmen wie "Rain Man" oder "Der achte Tag" - übrigens auch ein Film über einen Mann mit Down-Syndrom - zeigt sich, dass Behinderte und ihre Geschichten durchaus salonfähig sind und auch eine größeres Publikum finden können.