Das ausgestorbene Kaufhaus "Continent", gefüllt mit Weihnachtsköstlichkeiten und einem ausgiebigen Warenangebot, ist für Léa der ideale Ort für einen Raubzug. Während ihres Beutezugs entdeckt sie einen Wachmann, der - statt vor den Kontrollbildschirmen zu sitzen - seine Muskeln trainiert. Verzweifelt ruft sie ihre Komplizin Juliette zu Hilfe, doch deren Wagen versagt. Schließlich wird Léa von den Überwachungskameras entdeckt, und der Wachmann Eric schleppt sie rüde in sein Büro. Eigentlich wollte er die Polizei anrufen, doch Léa knackt mit ihrem kühlen Charme den harten Eric, der sich als einsam und unglücklich entpuppt. Und während draußen der erste Schnee fällt, entwickelt sich zwischen der frech-eleganten Lesbe und dem Bodybuilder ein prickelndes Katz-und-Maus-Spiel...

Regisseur Gaël Morel begann seine Karriere als Schauspieler und spielte mit Hauptdastellerin Elodie Bouchez unter anderem in "Wilde Herzen". Hier versuchte er sich in einer modernen Variante von "Die Schöne und das Biest", wobei man sich allerdings fragen muss, wer ist die Schöne und wer das Biest? Der Film lebt von seinen schnellen Dialogen und der Präsenz seiner beiden Hauptdarsteller. Im Streit werden Ähnlichkeiten deutlich, Hass und Nähe entstehen. Die abgeschlossene Kaufhauswelt, der Reiz des Überflusses gehen ineinander über. Die zwei Habenichtse lümmeln sich ganz ungeniert auf einer Schlafzimmergarnitur zwischen Champagnerflaschen und Weihnachtskonfekt. Die Kulisse ist echt. In den Wochen vor Weihnachten drehte das Team nachts zwischen elf und halb fünf morgens in einem Kaufhaus.