Der egoistische New Yorker Immobilienmakler Oren Little erweist sich als wahrer Misanthrop, der nach dem Tod seiner Frau vor zehn Jahren nichts als beißenden Spott für seine Mitmenschen übrig hat. Kein Wunder also, dass der Flegel sehr zurückgezogen lebt.

Eigentlich hofft er darauf, sein ehemaliges Wohnhaus für möglichst viel Kohle zu verscherbeln, damit er sich gemütlich zur Ruhe setzen kann. Als dann aber unverhofft sein Sohn, zu dem er seit Jahren keinen Kontakt mehr hat, vor der Tür steht und ihm seine zehnjährige Enkelin Sarah vorstellt, ahnt er noch nicht, was kommen wird. Denn sein Sohn muss in den Knast und Oren soll derweil auf Sarah aufpassen.

Mit dieser Situation scheint der Makler sichtlich überfordert. So bittet er die nette Nachbarin, die gealterte Sängerin Leah, um ihre Hilfe. Zumal der Miesepeter auf Leah schon seit längerem ein Auge geworfen hat. Tatsächlich kommt Oren so nicht nur der Nachbarin näher, seine Enkelin zeigt ihm auch, dass er offensichtlich doch noch ein Herz hat ...

Brillant aufspielendes Duo

Hätte Erfolgsregisseur Rob Reiner ("Die Jungs von Spinal Tap", "Die Braut des Prinzen", "Harry und Sally") mit den beiden Oscar-Preisträgern Michael Douglas und Diane Keaton nicht so ein brillant aufspielendes Duo engagieren können, diese gefällige romantische Komödie für Rentner wäre vermutlich eine ziemlich müde Nummer geworden.

Doch dank der Darsteller ist diese konventionelle 08/15-Geschichte vom griesgrämigen Alten, der über ein Enkelkind zum Leben zurückfindet, überaus unterhaltsam. Denn vor allem Douglas geizt nicht mit fiesen Kommentaren und sarkastischen Sprüchen.

Regisseur muss leiden

Darunter muss auch der Regisseur leiden, denn er übernahm die Rolle des Musikers Artie, der ebenfalls Diane Keaton Avancen macht. Michael Douglas spielte in "Hallo, Mr. President" übrigens schon einmal unter Rob Reiners Regie.