Detektive Jerry Beck ist auf dem Tiefpunkt angekommen: Seine Ehe ist gescheitert und wurde geschieden, er hat keinen Spaß mehr an seinem Job und trinkt viel zu viel Hochprozentiges. Doch der Mord an einem Kollegen reißt ihn schließlich aus seiner Lethargie...

1989 war ein entscheidendes Jahr für Don Johnson: Er vollführte zum einen vor der Kamera die Abrechnung mit einem brutalen Doppelmörder. Zu anderen zog er genau damit einen Schlussstrich unter sein nerviges "Miami Vice"-Image als perfekter Cop im edel knitternden Leinenanzug. In John Frankenheimers Thriller "Dead Bang" ist Johnson zwar schon wieder ein Bulle, doch der ist diesmal ein labiler, desillusionierter Typ, ein Choleriker, der zu viele Drinks in sich hineinschüttet - also ungefähr so einer, wie Johnson im richtigen Leben - demzufolge, was wir aus den Klatschspalten wissen. Trotz der zwiespältigen Persönlichkeit des Polizisten Beck - "Dead Bang" ist von Frankenheimer keinesfalls als Psychogramm eines menschlichen Wracks gedacht. Der Film ist ein Knaller, wie der Titel schon vermuten lässt. Mit allem, was die Action-Fans mögen: Verfolgungsjagden, Schlägereien, Schießereien, Explosionen ... Und mit einer schönen Frau: Penelope Ann Miller.

Foto: Scotia