Nach 25 Ehejahren wähnt sich Peter eigentlich sicher. Umso erstaunter ist er, als ihn seine Frau Lisa eines Abends fragt, ob man zwei Menschen gleichzeitig lieben könne. Als sie dann auch noch verschwindet, muss Peter bald entdecken, dass Lisa lange ein Geheimnis gehütet hat. Eine Spur führt nach Mailand. Hier lebt Ralph, der offenbar ebenfalls eine große Rolle in Lisas Leben gespielt hat. Während die Männer Schach spielen, erfahren sie so einiges voneinander. Das Duell scheint sich auch jenseits des Spielbrettes fortzusetzen und Zug um Zug kommt mehr von Lisas Doppelleben zum Vorschein ...

Richard Eyre ("Tagebuch eines Skandals", "Stage Beauty") drehte nach der Kurzgeschichte von Bestsellerautor Bernhard Schlink ("Der Vorleser") eine etwas zäh geratene Ménage à trois, die sich allzu oft in Nebensächlichkeiten verzettelt und Tempo vermissen lässt. Viele Handlungsstränge plätschern betulich dahin. Nur die guten Darsteller sorgen für ergreifende Momente.

Foto: Nicola Dove