Harry Caul ist ein meisterhafter Tonjäger. So bereitet es ihm auch keine nennenswerten Schwierigkeiten, das Gespräch eines in einem belebten Viertel von San Francisco flanierenden Paares aufzuzeichnen. Als er die Bänder bei sich zu Hause, einer wahren Hightech-Werkstatt, abhört, glaubt er heraus zuhören, dass Mark und Ann, das ausspionierte Paar, in Lebensgefahr schweben. Er weigert sich, die Aufzeichnungen dem geheimnisvollen Mister C., seinem Kunden, zu übergeben. Immer wieder hört Harry die Bänder ab, um herauszubekommen, was genau dem jungen Paar droht. Doch nach einer Nacht mit einem Callgirl stellt Harry fest, dass ihm die Tonbänder gestohlen wurden. Um ein Drama zu verhindern, begibt er sich in das Hotel, in dem Mark und Ann, wie er glaubt, Lebensgefahr droht. Aber er kommt dort an, als Mark und Ann Mister C. gerade erschossen haben...

Coppolas Thriller, der 1974 mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, zeigt die rasanten Fortschritte der Überwachungstechnologie (hochempfindliche Kameras und Mikrofone, Entschlüsselungstechniken usw.) und deren wachsende Präsenz im Leben der Bürger, wobei er das sich ankündigende Liebesdrama auf das Wesentliche reduziert. Zugleich gelingt es ihm, eine Atmosphäre aus Spannung, Gewalt und Horror zu erzeugen, die eines Hitchcock würdig ist. Und schließlich ist da die überaus wichtige psychologische Ebene: Harry Caul ist eine Gestalt, die an Graham Greens katholische, qualvoll verantwortungsbewusste Helden erinnert.

Foto: Studiocanal