Die 28-jährige Iris reist nach Bootshaven, wo ihre Großmutter Bertha bis zu ihrem Tod im Haus der Familie lebte. Nun soll Iris das Haus erhalten, mit dem sie allerdings einige schmerzliche Erinnerungen verbindet. Zunächst will sie es gar nicht annehmen, doch als sie Max - den Bruder ihrer Jugendfreundin Mira - näher kennenlernt, beginnt sie, sich intensiver mit ihrer eigenen Vergangenheit und der ihrer Familie zu beschäftigen …

2008 veröffentlichte die aus Karlsruhe stammende Sprachwissenschaftlerin und Autorin Katharina Hagena ihren Roman-Erstling "Der Geschmack von Apfelkernen", der sich schnell zum Bestseller entwickelte. Fünf Jahre später nahm sich Regie-Routinier Vivian Naefe der vielgelobten Vorlage in der nicht sonderlich originellen Drehbuch-Adaption von Uschi Reich ("Der Froschkönig") und Rochus Hahn ("Tatort - Ein ganz normaler Fall") an. In hübschen, wenn auch höchstens fernsehtauglichen Bildern erzählt und prominent besetzt, will aber weder richtige Spannung aufkommen, noch interessiert man sich für die allzu oberflächlich und sprunghaft erzählte Familienchronik, die von einem Off-Kommentar sogar noch erklärt werden muss.