Sechs junge Männer flüchteten zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Budapest. Sie waren unter den Ersten, die in der kommenden Epoche des Totalitarismus in Europa ihre Heimat verloren. Sie alle entschieden sich, nicht Opfer sein zu wollen, sondern für die Werte der Zivilisation, für die Freiheit und die Individualität zu kämpfen. Die Stationen ihrer Flucht waren Wien, Berlin, Paris, London und die USA. Aus den sechs jungen Männern, die alle aus dem gleichen Viertel Budapests stammten und alle auf die gleiche Schule gingen, wurden sechs Genies, die die Welt veränderten und die Grundsteine für die heutige kulturelle, multimediale und wissenschaftliche Epoche gelegt haben. Zu ihnen zählen unter anderem Endre Ernö Friedmann, der als Robert Capa zu einer Ikone der Kriegsfotografie aufstieg, Mihaly Kertesz Kaminer, der als Michael Curtiz mit "Casablanca" zum Regisseur des berühmtesten Propagandafilms aller Zeiten wurde, und der Physiker Leó Szilárd, der an der Konstruktion der ersten amerikanischen Atombombe beteiligt war, deren Kriegseinsatz allerdings zu verhindern versuchte.

In dem Dokudrama, das sich aus reichem Archivmaterial und aufwändigen Reenactments zusammenfügt, kommen Zeitzeugen und Nachfahren der mutigen Männer ebenso zu Wort wie ausgewählte Künstler und Naturwissenschaftler, die die Arbeit der Protagonisten zum Teil weitergeführt haben oder in ihr Werk haben einfließen lassen. Der Film ist zugleich ein zeitgeschichtlicher Thriller und eine Hommage an die Macht des freien Geistes und erzählt eine spannende, dramatisch personalisierte Heldengeschichte des 20. Jahrhunderts.

Foto: MDR/Prounen Film