Der Journalist Alexander Schurawljow kehrt von einer Reise nach Griechenland, der Heimat seiner Vorfahren, nach Kiew zurück. So wie er seinen Vater mit dem versprochenen Geschenk - Erde aus Griechenland - betrügt, betrügt ihn seine Frau Lyudmila mit Schulfreund Schurik. Ein junges Paar versucht am Vorabend seiner Hochzeit, den Großvater aus der gemeinsamen kleinen Wohnung zu entfernen und der Arzt Anatolij versieht seinen Nachtdienst. Ihn verwundern die vielen Feuerwehren, die Richtung Tschernobyl unterwegs sind. Er fährt ihnen nach und kommt ins Atomkraftwerk Tschernobyl, in dem ein Brand ausgebrochen ist. Keiner ahnt die Ausmaße dieses Unglücks, die Rettungsmannschaften sind völlig unzureichend ausgerüstet und überfordert. Offiziell wird die Katastrophe zunächst verschwiegen. Ohnmächtig versucht der Arzt, die Mitmenschen zu informieren. Eine hektische, unorganisierte Evakuierung der Menschen in und um Tschernobyl beginnt, das Gebiet wird zur gesperrten Zone erklärt. Der Journalist Alexander reist in die 'verbotene Zone'. Doch statt journalistische Aufklärungsarbeit zu leisten, posiert er nach dem Verschluss des Reaktors als heldenhafter Sowjetmensch.

Ein Ereignis, das sich im April 1986 zutrug und die Welt nachhaltig über die Gefahren der Atomenergie nachdenken ließ. Der Ökothriller versucht durchaus unterhaltsam der Katastrophe aufzudecken. Dabei beschreibt er aber kein Katastrophenszenario im herkömmlichen Sinn, sondern bietet traurige Bilder, die unter die Haut gehen. Damit - und das ist die besondere Leistung dieses Films - nutzt er die Katastrophe zugleich als Metapher für den Zerfallsprozess in der Sowjetunion, der alle Bereiche des privaten wie öffentlichen Lebens durchzieht.