Das Leben meint es nicht gut mit dem schwulen Radiomoderator Gabriel (Robin Williams, Foto, l.). Gerade hat sich sein Freund von ihm getrennt. Noch dazu findet er zur Zeit keinen rechten Gefallen an seinem Job. Doch dann bekommt Gabriel einen bisher nicht veröffentlichten Roman in die Finger, in dem ein 14-jähriger Junge beschreibt, wie er von seinen Eltern und deren Bekannten jahrelang missbraucht wurde. Gabriels Interesse ist geweckt und so nimmt er zu dem HIV-infizierten Pete D. Logand Kontakt auf. Als ihre Beziehung immer enger wird, entschließt sich Gabriel, Pete in Wisconsin zu besuchen. Doch bald entwickelt sich die Reise zum Horrortrip ...

Der US-Regisseur Patrick Stettner verfilmte mit "Der nächtliche Lauscher" den gleichnamigen Roman des US-Bestseller-Autors Armistead Maupin, der selbst bekennender Homosexueller ist und in seinem Buch Themen wie Kindesmissbrauch und Homosexualität geschickt in einem Wechselspiel aus Realität und Traum verknüpft. In der Hauptrolle des Radiomoderators ist Robin Williams zu sehen, der immer dann zu überzeugen weiß, wenn er nicht in Komödien wie "Lizenz zum Heiraten" oder "Die Chaoscamper" zu sehen ist. Der junge Pete D. Logand wird übrigens von dem 1989 geborenen Rory Culkin ("Down in the Valley", "Signs - Zeichen", "Igby") verkörpert, einer der jüngeren Brüder des früheren Hollywood-Kinderstars Macaulay Culkin.

Foto: ARD/Degeto