Eigentlich ist der alleinstehende Stefano Garbelli ein Biedermann, wie er im Buche steht: harmlos, gesetzestreu und bescheiden. Eines Abends aber wird der Buchhalter von der Prostituierten Daniela in ein pikantes Abenteuer hineingezogen: Um ihr Revier zu verteidigen, behauptet sie kurzerhand, der entfernt vorbei spazierende Stefano sei ihr Zuhälter. Diese Notlüge macht sehr schnell die Runde in den einschlägigen Kreisen - mit der Folge, dass der ahnungslose Stefano schon bald nicht nur die Polizei am Hals hat, sondern auch ein paar echte Zuhälter, die den unliebsamen "Konkurrenten" loswerden wollen ...

Der italienische Erzkomödiant Ugo Tognazzi ("Das große Fressen", "Ein Käfig voller Narren") legte mit diesem Mix aus Satire und Gesellschaftskomödie 1961 sein Regiedebüt vor, in dem er mit viel Witz gesellschaftliche Vorurteile, bürgerliche Heuchelei und Doppelmoral anprangert. Tognazzi überzeugt selbst in der Rolle des Biedermanns, an seiner Seite ist die junge Ilaria Occhini zu sehen, die später in Filmen wie "Endstation Schafott" (1973) und "Pizza Colonia" (1991) zu sehen war.

Foto: ARD/Degeto