Jan ist im letzten Jahr seiner Ausbildung. Er möchte übernommen werden und er möchte alles richtig machen. Aber was ist das Richtige, wenn durch Umstrukturierungen der Druck auf Jan und seine Kollegen wächst, wenn Entlassungen an der Tagesordnung sind und der Personalchef, der selber unter Kontrolle und Erfolgsdruck steht, mit Argusaugen über alles wacht? In rasanten Autofahrten und intensivem Konsum sucht Jan einen Ausgleich. Als die Zeitarbeiterin Jenny in seine Firma kommt, entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch ihr Aufenthalt ist nur von kurzer Dauer ...

Der aus dem rheinischen Neuss stammende Langfilm-Regiedebütant und Kameramann Dirk Lütter ("Work Hard - Play Hard") erzählt hier die Geschichte eines Jugendlichen, der sich in der Welt noch nicht zurechtgefunden hat. Lütter, der nach eigenem Buch inszenierte, zeigt das in langen Einstellungen, oft kalt, ohne viel Dialog. Zwar blüht sein Protagonist Jan alias Joseph K. Bundschuh ("Der Tiger oder was Frauen lieben!") beim Anblick der jungen Jenny kurzzeitig auf, doch viel zu emotionslos und statisch kommt dieses Drama daher, das den Zuschauer weder fesseln noch mitreißen kann.

Foto: WDR/unafilm/Frank Dicks