Während des Zweiten Weltkriegs ereilt die Familie Meminger ein Schicksal, dass sie mit vielen anderen teilen muss. Die Familie wird auseinandergerissen und die neunjährige Tochter Liesel verschlägt es zu den Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann. Als die Hubermanns dann auch noch den jungen Juden Max im Keller verstecken, muss Liesel Stillschweigen bewahren. Nachdem sie bei einer öffentlichen Bücherverbrennung ein Werk entwendet hat, flüchtet sie sich in die Welt der Bücher, die sie sich heimlich aus der großen Bibliothek des Bürgermeisters "ausleiht". So kann sie dem grausamen Kriegsalltag zwischen Bombardierungen und Max’ möglicher Entdeckung besser verarbeiten ...

Ist die Romanvorlage nach ein Appell an die Macht und Magie der Literatur, verkommt die filmische Adaption über weite Strecken zum kitschigen Abziehbildchen. Gerade Geoffrey Rush und Emily Watson versuchen als Pflegeeltern zwar redlich ihren Figuren Leben einzuhauchen, scheitern aber letztendlich an der holprigen wie klischeehaften Regie. Dass der britische Regisseur Brian Percival zuvor etwa starke, dialoglastige Serienkapitel etwa zu "Downton Abbey" inszeniert hat, vermutet man in seinem Kinowerk in keiner Sekunde. Was bleibt: eine gute Geschichte, die leider halbherzig und wenig packend umgesetzt wurde.



Foto: Fox