Ein Tiroler Bergdorf um 1813: Die verwitwete Hebamme Rosa Koelbl (Brigitte Hobmeier, Foto) lebt in bescheidenen Verhältnissen, ist beim den Frauen des Dorfes aber anerkannt und beliebt. Doch als ihre Schwester unehelich schwanger wird und sich das Leben zu nehmen versucht, sucht Rosa ihr Heil mit ihr in der Stadt. Hier arbeitet sie in der neu gegründeten Gebäranstalt, gerät aber immer wieder mit dem Medikus Kauner aneinander ...

Mit beeindruckenden Bildern von Kameramann Jo Heim ("Die Patin - Kein Weg zurück", "Ein Dorf sucht seinen Mörder") zeichnet Regisseurin Dagmar Hirtz das schwere Leben einer Hebamme nach und lobt damit einen Berufsstand, der auch heute mit bürokratischen Hürden zu kämpfen hat. Brigitte Hobmeier glänzt als engagierte junge Frau, die nicht nur um das Leben ihrer Patienten sondern auch für sich selbst um Anerkennung und Emanzipation kämpft. Basierend auf wahren Begebenheiten und zeitgenössischen Überlieferungen, zeigt das Drama nicht nur die hygienischen Bedingungen und medizinischen Praktiken, die damals bei Kindesgeburten oftmals fatale Auswirkungen hatten, sondern auch die gesellschaftlichen und religiösen Barrieren, denen sich Frauen zu stellen hatten.