Die junge Ärztin Lena wuchs auf einer Farm im südafrikanischen Busch auf. Als kleines Mädchen entwickelte sie die außergewöhnliche Gabe, mit Löwen zu kommunizieren. Nach langen Jahren in Deutschland kehrt sie nun zum ersten Mal zurück an den Ort ihrer Kindheit, denn ihr Großvater Jo ist sterbenskrank. Mit der Hilfe ihres Partners Felix und ihrer Mutter Sarah will Lena den sturen alten Großwildjäger überreden, sich in Berlin behandeln zu lassen. Doch es kommt anders, denn der Opa hält eine Überraschung bereit: Seine Enkelin soll die Leitung einer neuen Stiftung übernehmen, die sich der Pflege und Auswilderung der inzwischen vom Aussterben bedrohten Löwen widmet. Doch die Konfrontation mit den Raubkatzen und das Wiedersehen mit ihrem Kindheitsfreund Daniel, den "Löwenflüsterer", rufen in Lena eine lange verdrängte Erinnerung wach - die Erinnerung an ein Paradies, das sie damals auf schmerzliche Weise für immer verlor. Doch was hat es wirklich auf sich mit der Vergangenheit, über die Mutter und Großvater nie haben sprechen wollen? Schritt für Schritt entschlüsselt Lena das schreckliche Geheimnis, das ihre Familie zerstörte ...

Das Highlight dieses Melodrams sind zweifelsfrei die weißen Löwen des südafrikanischen Tiertrainers Kevin Richardson. Für Regie und Buch zeichnet Stefanie Sycholt verantwortlich, die mit "Themba" 2010 ein gelungenes Gesellschaftsdrama ablieferte. Sycholt weiß, wovon sie berichtet, denn sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Südafrika und engagierte sich dort in der Anti-Apartheid-Bewegung. So stellt sich natürlich die Frage, warum sie "Die Löwin" im Stile der herkömmlichen Safari-Schmonzetten erzählt. Allein die tollen Bilder trösten über die flache Geschichte hinweg. Aber das gilt wohl für jede Safari-Schmonzette.

Foto: ZDF/Umberto Adaggi