Der junge Bankangestellte Jean Fournier lässt sich von einem Kollegen zu einem Besuch in einem Spielcasino überreden. Jean gewinnt tatsächlich eine hübsche Summe und beschließt, in seinem Urlaub die Spielbank von Nizza zu besuchen - gegen das ausdrückliche Verbot seines Vaters, der Jeans Beruf für unvereinbar mit dem Glücksspiel hält. In Nizza lernt Jean die ältere attraktive Jackie kennen, deren Ehe an ihrer Spielleidenschaft zerbrach. Als Jackie beim Roulette Jeans Zahlen setzt und damit gewinnt, hält sie Jean für ihren Talisman und weicht nicht mehr von seiner Seite. Gemeinsam verbringen sie ganze Nächte in den Casinos von Nizza und Monte Carlo. Als sie eine Glückssträhne erwischen, residieren sie in Luxushotels und verprassen riesige Summen. Jean verliebt sich in seine impulsive Begleiterin, und sie gibt sich gerne ihrem Glücksbringer hin. Dann wendet sich das Blatt, das Paar ist bald restlos pleite ...

Dem französischen Film-Poeten Jacques Demy ("Lola, das Mädchen aus dem Hafen", "Die Regenschirme von Cherbourg") gelang hier das atmosphärische dichte Porträt einer Spielerin, bei dem es ihm weniger um die Spielsucht als psychische Erkrankung ging, als vielmehr um die geradezu erotische Verführung, die vom Glücksspiel ausgeht. Frankreichs Film-Ikone Jeanne Moreau ("Jules und Jim", "Viva Maria!") ist eine Traumbesetzung als blonde Verführerin. Neben der wunderbaren Fotografie überzeugt auch der stimmungsvolle Soundtrack von Michel Legrand.

Foto: ZDF/Kirch Media