Während eines Marokko-Aufenthalts verliebt sich Lebemann Daniel Shore in eine hübsche Prostituierte. Doch dann muss er mit ansehen, wie deren Sohn getötet wird. In Deutschland bezieht Daniel die Wohnung seiner verstorbenen Großmutter. Die anderen Mitbewohner des Hauses erweisen sich allesamt als seltsame, mitunter gar skurrile Figuren. Doch wesentlich schlimmer sind für Daniel die Geister aus Marokko, die ihn nicht loslassen ...

Es war wohl eine Art Polanskis "Der Mieter", der hier dem preisgekrönten Nachwuchs-Regisseur Michael Dreher als filmische Vorlage dienen sollte. Doch das Ergebnis ist lediglich manierierte Langeweile der dämlichen Art. Ein permanent nur dünn agierender Nikolai Kinski dient hier als Kopf einer komplett fehlbesetzten Cast. Ganz furchtbar, weil sie auch noch schlecht spielt, ist Katharina Schüttler als singende Neurotikerin. Dazu kommen hingehauchte und dabei nervige Anspielungen, ein undurchdringlicher Wust aus Gegenwart, Vergangenheit, Realität und Phantasie, en masse Andeutungen von Versagensängsten usw. Kurz: gepflegte Langeweile pur!

Foto: Kinowelt