Als vor 30 Jahren in Südafrika Aliens landeten und offenbar nicht mehr wegkamen, richteten die Menschen ein Ghetto ein. Seitdem leben die Außerirdischen im "District 9" in ärmlichsten Verhältnissen und die Menschen warten auf eine Art Invasion oder einen unvorstellbaren technologischen Fortschritt. Aber weder das eine noch das andere fand statt. Die Sicherheit und Aufsicht des Ghettos hat die Organisation Multi-National United (MNU) übernommen. Die wollen eigentlich endlich das Geheimnis um die Wunderwaffen der Aliens knacken. Denn diese funktionieren nur über die außerirdische DNA. Als sich MNU-Agent Wikus van der Merwe mit einer mysteriösen Krankheit infiziert, die seine DNA zu außerirdischer mutieren lässt, wird er plötzlich zum heiß begehrten Objekt militärischer Begierde ...

Regisseur und Drehbuchautor Neill Blomkamp schuf einen ungewöhnlichen, wenn auch formal inkonsequenten Scienefiction-Thriller. Filmisch beginnt das Ganze wie eine Dokumentation: ein Filmteam begleitet den MNU-Agenten bei seiner Arbeit. Die Kamera wackelt, der Schnitt wirkt holprig, die Aussagen folgen aus dem Stehgreif. Dann erkannte der Filmemacher wohl, dass er in diesem an Filme wie "[Rec]" oder "Cloverfield" orientierten Stil die Geschichte vom verfolgten Einzelkämpfer nicht sinnvoll weitererzählen konnte und wechselt mittendrin seine Erzählweise. Dennoch: bei all seiner Actionlastigkeit regt dieses von Peter Jackson produzierte Werk abseits der üblichen Gut-und-Böse-Stereotypen mit seinem Appell zu mehr Toleranz gegenüber Andersartigen durchaus zum Nachdenken an. Auch wenn Erinnerungen an Filme wie "Spacecop L.A." geweckt werden, überraschen die vielen eigenständigen Ideen und die durchaus gute Machart.

Foto: Sony/© 2009 District 9 Ltd.