Eigentlich wollte Geschäftsmann Walter Richmond den beruflichen Trip nach Amsterdam mit seiner Frau Cathryn und Tochter Melissa auch zum privaten Vergnügen nutzen. Doch als sich die stumme Melissa im Hotel-Komplex verläuft, wird sie zufällig Zeugin eines Mordes. Als die Täter auf sie aufmerksam werden, beginnt ein aufregende Verfolgungsjagd durch die niederländische Metropole. Selbst als Melissa wieder wohlbehalten bei den Eltern ist, lassen die Killer nicht locker ...

Zum Glück nimmt Dick Maas seine hervorragende inszenierte und eindeutig von Hitchcock inspirierte Story selbst nicht allzu ernst. So sorgt etwa das ein oder andere tumbe Auftreten des gediegenen Killers schon für Brüller. Außerdem zitiert Maas hier frech eigene Werke wie etwa "Fahrstuhl des Grauens" und "Verfluchtes Amsterdam". Insgesamt ist dies sicher nicht tiefgründige - wie einige bei einem Hauptdarsteller wie William Hurt vielleicht erwartet haben -, dafür aber ungemein kurzweilige Thriller-Unterhaltung. Die Story ist zwar überkonstruiert, dafür entschädigen dann aber prickelnde Verfolgungen, grandiose Schnittsequenzen und eine - wieder einmal - brillante Fotografie.

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