Die Schriftstellerin Jeanne, verheiratet und Mutter zweier Kinder, leidet wegen eines schweren Autounfalls in ihrer Kindheit an Teilamnesie. Sie kennt ihre ersten acht Lebensjahre nur aus Fotos und Erzählungen. Eines Tages bemerkt Jeanne beunruhigende Veränderungen in ihrem Haus. Der Küchentisch steht anders, die Einrichtung verändert sich, ihr Mann Teo und ihre Kinder sehen auf Fotos und einem Videofilm völlig anders aus. Aber keiner um sie herum scheint etwas zu bemerken. Ihre Familie führt die Ängste auf ihren derzeitigen Stress zurück. Doch dann findet Jeanne ein altes Familienfoto, das in Italien aufgenommen wurde. Schließlich reist sie auf die Appenin-Halbinsel, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen und das Geheimnis ihrer wahren Identität zu lösen ...

Potential hätte dieser thematisch interessante surreale Mix aus Thriller und Psychostudie der Regisseurin, Drehbuchautorin und Schauspielerin Marina de Van ("8 Frauen", "Unter dem Sand", "Sitcom") durchaus gehabt, denn mit Sophie Marceau und Monica Bellucci standen zwei Top-Stars der internationalen Kinoszene vor ihrer Kamera. Doch letztlich enttäuscht das Langspielfilm-Debüt von de Van, das ungemein spannend beginnt, sich dann aber bis zur Auflösung derart zäh dahin schleppt, dass es dem Zuschauer mehr und mehr egal ist, was nun eigentlich hinter der Krise der Protagonistin steckt. Zudem schmälern einige unglaubwürdige wie seltsame Szenen zusätzlich das Vergnügen, das somit fast ausschließlich in der Betrachtung der beiden schönen Hauptdarstellerinnen besteht.

Foto: Eurovideo