Ein Pakistani und chinesischer Kellner versuchen, in Hamburg ein Restaurant zu eröffnen, scheitern aber nicht zuletzt an der unbarmherzigen Bürokratie. Zusammen mit vier anderen Flüchtlingen begeben sich - eingeschlossen in einem Schiffscontainer - auf eine Reise in das vermeintliche Paradies Kanada. Als das Schiff auf hoher See eine Panne erleidet, verzögert sich die Reise und die Nahrungsvorräte gehen schneller als erwartet zur Neige...

In kontrastreichen Schwarz-Weiß-Bildern erzählt Regisseur Jan Schütte ("Abschied - Brechts letzter Sommer") ein im Grunde trauriges Märchen von Zweien, die gut etwas zusammen machen könnten, denen man in Deutschland aber keine Chance lässt. Entstanden ist kein kämpferischer Film, der mit didaktischem Engagement oder Zeigefinger-Dramaturgie Kritik an bundesdeutschem Asylrecht und Ausländerfeindlickeit üben will, sondern eine einfühlsam beobachtende, poetische Geschichte, die mit wenigen Worten auskommt.