Ben Kremer glaubt an das Prinzip "Praktikum als Karrierechance". Allerdings hängt er drei Jahre nach seinem Studium immer noch in der Warteschleife fest. Auch bei seiner neuen Firma ist er wieder nur der Praktikant. Doch diesmal hat Ben ein richtig gutes Gefühl, denn mit Ulf Kamprath wurde ein wichtiger Chef auf ihn aufmerksam. Mit der Aussicht auf eine attraktive Festanstellung stachelt Kamprath seinen Praktikanten zu Höchstleistungen an. Dass er für seinen Chef auch private Dienstleistungen erledigen muss, geht zunächst in Ordnung. Bis Ben klar wird, dass Kamprath eine Affäre mit Empfangsdame Jana hat, dem Ziel von Bens unerfüllten Sehnsüchten ...

Abiturienten und Hochschulabgänger können ein Lied davon singen: kein Job ohne vorheriges Praktikum, längst ist von der "ww.zeit.de/2005/14/Titel_2fPraktikant_14 Generation Praktikum" die Rede, ein Begriff, den "Zeit"-Autor Matthias Stolz Anfang 2005 prägte. Kein Wunder also, dass sich Regisseur Ingo Rasper ("Reine Geschmacksache") der Problematik in dieser witzigen Mischung aus Liebesfilm und Gesellschaftskomödie angenommen hat. Nach dem Drehbuch von Claudia Kaufmann ("Gletscherblut") inszeniert, schlägt Rasper bei aller Verspieltheit auch einige kritische Töne an.

Foto: SWR/Sabine Hackenberg