Ariel Perelman ist in die Fußstapfen seines Vaters getreten und Anwalt geworden. Und weil es in Argentinien so üblich ist, sprechen die Leute bloß von Dr. Perelman, egal ob sie jetzt den alten oder den jungen meinen. Letztlich ist es jedoch nicht die Namensgleichheit, die Perelman jr. immer öfter ins Grübeln bringt, vielmehr fragt er sich, ob er nicht immer stärker so etwas wie das Ebenbild des eigenen Vaters wird. Doch als er eine eigene Familie gründet und Vater wird, scheint sein Selbstbewusstsein zu wachsen ...

Regisseur Daniel Burman, der von vielen Filmliebhabern als der lateinamerikanische Cousin von Woody Allen bezeichnet wird, drehte mit seinem Hauptdarsteller Daniel Hendler ("Schwule Mütter ohne Nerven") bereits 2004 das preisgekrönte Drama "El abrazo partido". Zwei Jahre später entstand dieses witzige wie melancholisch gefärbte Porträt einen jungen argentinischen Anwalts, der immer im Schatten seines übermächtigen Vaters zu stehen glaubt. Burman zeigt hier einerseits augenzwinkernd einen typischen Generationenkonflikt, zeichnet anderseits aber auch ein hurmorvolles Gesellschaftsporträt des heutigen Argentinien. Dafür gab es den 2006 den Publikumspreis auf dem Filmfestival im argentinischen Mar del Plata und 2007 den Preis der argentinischen Filmkritiker für die beste Regie.

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