Die 18-jährige Asía liegt nach einem Unfall im Krankenhaus, ihre Mutter und ihr Freund Nathaniel umsorgen sie liebevoll. Doch Asía kann sich nicht auf den Besuch konzentrieren, immer wieder schweifen ihre Gedanken in die Vergangenheit, an ihre gemeinsamen Erlebnisse mit ihrer Freundin Eloïse. Mit ihr war Asía glücklich wie nie zuvor, mit ihr konnte sie über Gott und die Welt reden, mit ihr empfand sie endlich Leidenschaft ...

Regisseur Jesus Garay ("Die Leute gegenüber") drehte nach dem Drehbuch von Cristina Moncunill dieses romantische Drama um zwei junge Frauen, die sich ineinander verlieben. In teilweise recht freizügigen und ruhigen Bildern, die allerdings stellenweise an die Weichzeichner-Optik eines David Hamilton ("Bilitis") erinnert, schildert Garay feinfühlig die Annäherung der beiden unterschiedlichen Charaktere, klammert aber auch die Probleme, die sich mit ihrer Beziehung ergeben, nicht aus. Zum Gelingen des Filme tragen besonders die beiden hierzulande kaum bekannten Hauptdarstellerinnen Diana Gómez ("Allein unter Nachbarn - La comunidad", "Salvador - Kampf um die Freiheit") und Ariadna Cabrol ("Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders") mit ihrem unverkrampften Spiel bei, mit dem sie ihren Figuren enorme psychologische Tiefe verleihen.

Foto: Pro-Fun