Während der Rückreise aus dem Amazonasgebiet erleidet der junge englische Naturwissenschaftler William Adamson 1858 Schiffbruch und verliert all die von ihm gesammelten Insekten bis auf zwei wunderschöne Schmetterlinge. In England nimmt der aristokratische Sir Harald Alabaster den ruinierten jungen Mann in sein Haus auf. Adamson schenkt ihm dafür seine wertvollen Schmetterlinge und sortiert die Insektensammlung des Reverends. Als er dessen Tochter Eugenia begegnet, ist er von ihrer zarten Schönheit fasziniert. Trotz seiner einfachen Herkunft und seiner Armut willigen Eugenia und ihre Eltern in die Hochzeit ein. Doch die Ehe verläuft nicht glücklich. Adamson vertieft sich in die Arbeit und sucht bei seinen Insekten Zuflucht. Seine Forschungen führen ihn zu der Erkenntnis, dass die Familie, die ihn aufgenommen hat, unter einem aristokratischen Anstrich Gesetzen zu gehorchen scheint, die auf seltsame Weise Regeln ähneln, die in der Welt der Insekten gelten.

Regisseur Philip Haas inszenierte das skurrile, aufwändig ausgestattete Geschichtsdrama nach dem Roman "Morpho Eugenia" von A. S. Byatt Mit beeindruckenden Schmetterlingsbildern - oft metaphorische gemeint - entstand ein ungewöhnliches Werk, das zudem mit Zitaten aus Filmen von James Ivory und Peter Greenaway gespickt ist. Kristin Scott Thomas wurde für ihre schauspielerische Leistung mit dem "Evening Standard British Film Award" ausgezeichnet. Philip Haas wurde in Cannes für die Goldene Palme nominiert. Der Kostüm-Designer Paul Brown erhielt für seine Arbeit eine Oscar-Nominierung.