Die engagierte Feministin Agathe Villanova reist zwecks Wahlkampf in den Ort, in dem sie ihre Kindheit verbrachte. Sie will bei dieser mit ihrer Schwester Florence endlich den Nachlass ihrer Mutter auszusortieren. Doch der Kurzurlaub bei Florence nimmt mehr und mehr chaotische Formen an: Der heimliche Geliebte von Florence will ein Porträt der Politikerin machen, um so an vergangene, ruhmreiche Tage beim Fernsehen anzuknüpfen. Dagegen verhält sich dessen Assistent, Sohn der Haushälterin der Familie, äußerst distanziert und reagiert zunehmend gereizter ...

Hauptdarstellerin und Regisseurin Agnès Jaoui – das Drehbuch schrieb sie wie schon bei "Lust auf Anderes" und "Schau mich an!" wieder gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Jean-Pierre Bacri – erzählt hier einmal mehr von den alltäglichen Unbillen des Lebens, beobachtet alles mit einer deftigen Prise Selbstironie und entblättert die kleinen Schwächen der Menschen. Das Ganze ist nicht nur voller Komik sondern auch liebevoll mit einer Leichtigkeit erzählt, dass der Zuschauer schließlich vergnügt das Kino verlässt.

Foto: Alamode