Dokumentarfilmer Michael Moore wettert gegen den verhassten Präsidenten George W. Bush: Durch eine kuriose Wahl und möglichen Wahlbetrug (im alles entscheidenden Bundesstaat Florida) zum Amt gelangt, nahm die US-Regierung die Anschläge des 11. Septembers zum Anlass, gegen den Irak zu wettern und dem Land schließlich den Krieg zu erklären. Moore zeigt jedoch, dass der Irak so gut wie nichts mit den Anschlägen zu tun hatte. Im Gegenteil: die Klans der Familien Bush und Bin Laden haben recht erträgliche Geschäfte miteinander gemacht...

Zugegeben: Michael Moore versucht hier ähnlich wie bei "Bowling for Columbine" ein gewisses Maß an Aufklärung mit Unterhaltung zu koppeln. Was nur in der ersten halben Stunde prächtig funktioniert, selbst wenn die unterschiedlichen Thesen nicht untermauert oder gar vertieft werden. Dann aber kippt alles mehr und mehr in plakative Propaganda gegen Präsident Bush um. Warum man Moore dafür in Cannes prämiert hat, bleibt fraglich, zumal fast täglich bessere und interessantere Dokus gedreht werden.

Foto: Falcom