Auf ihren Körpern ist kaum ein Fleck zu finden, auf dem nicht ein Tattoo prangt. Die Rede ist von dem ungewöhnlichen Seniorentrio Albert Cornelissen (90), Herbert Hoffmann (84) und Karlmann Richter (90). In einer von strengen Konventionen geprägten Zeit entdeckten die drei ihre Leidenschaft für den ausgefallenen Körperschmuck. Deutschlands älteste Tätowierstube in Hamburg war der Ausgangspunkt für eine jahrzehntelange Freundschaft - und schließlich auch der Endpunkt derselben...

Das Regieduo Andrea Schuler und Oliver Ruts (selbst Tätowierer) drehte diese bewegende Geschichte dreier älterer Herrschaften, deren langes Leben von der Liebe zur Tätowierkunst geprägt war. Zuvor gaben Schuler und Ruts schon zwei Bücher ihres Protagonisten Herbert Hoffmann heraus. Zunächst das Werk "Bilderbuchmenschen" (2002), eine Sammlung von Porträts tätowierter Zeitgenossen, und den Band "Motivtafeln" (2002), das Hamburger Tätowierungen aus den Jahren 1950 bis 1965 zeigt. "Flammend Herz" ist ein starkes Stück Geschichte aus 100 Jahren Tätowierkunst und gleichzeitig das mal komische, mal tragische Porträt dreier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können.

Foto: Timebandits