Die Geschichte des weltberühmten Freiheitskämpfers Mahatma Gandhi, der am 2. Oktober 1869 als Mohandas Karamchand Gandhi im indischen Porbandar geboren wurde. Zunächst arbeitete er in Bombay als Rechtsanwalt, siedelte dann aber nach Südafrika über. Dort arbeitete Gandhi 21 Jahre lang als Rechtsanwalt, und hier machte er seine ersten Erfahrungen mit einem Leben in Urkommunen, den Ashrams, gründete bei Johannesburg die Tolstoi-Farm und später dann in der Nähe von Durban den Phönix-Ashram. In Südafrika kam Gandhi wegen seines gewaltlosen Widerstands gegen die Rassenpolitik das erste Mal ins Gefängnis, und zwar in das berüchtigte Old Fort in Johannesburg, in dem später auch Nelson Mandela inhaftiert war. Nach Indien zurückgekehrt, gründete Gandhir in der Textilmetropole Ahmedabad einen großen Ashram. Und von dort startete er seinen legendären Salzmarsch, um gegen die Steuer der Briten zu protestieren...

Mit seiner Biographie über die wichtigsten Lebensstationen des indischen Friedensapostels Mahatma Gandhi schuf Richard Attenborough ein filmisches Meisterwerk. 22 Millionen Dollar kostete dieses eindrucksvoll inszenierte Historiengemälde, die sich aber durch den großen Publikumserfolg und acht Oscars mehr als bezahlt machten. Kenntnisreich und in atemberaubenden Bildern erzählt Attenborough die Geschichte Mahatmas, dessen gewaltloser Kampf um Indiens Unabhängigkeit 1947 zum Erfolg führte. Zwanzig Jahre bereitete der Starregisseur und Schauspieler die Verfilmung vor und schlug während der Zeit 40 Rollen und zwölf Regieangebote aus. Zweimal stand er während des Drehs kurz vor dem Bankrott und musste deshalb Teile seines Privatvermögens opfern. Besonders bemerkenswert ist die schauspielerische Leistung Ben Kingsleys als Gandhi, der die Intensität seiner historischen Figur perfekt widerspiegelt. Kingsley gehört seitdem zur ersten Riege der Schauspielerzunft.

Foto: Columbia Pictures