Das Kino ist über 100 Jahre alt, und homosexuelle Charaktere haben uns dabei von Anfang an begleitet. Diese Dokumentation zeigt von 1895 bis zur Gegenwart zum ersten Mal in farbenprächtigen, unterhaltsam-informativen und bewegenden Bildern, wie homosexuelle Frauen und Männer auf der Leinwand dargestellt wurden. Der Film basiert auf dem Kultbuch des Filmhistorikers Vito Russo "The Celluloid Closet". Wie ging und geht Hollywood, die größte mythenbildende Industrie, mit einem Tabu-Thema um? Schließlich hat Hollywood immer bestimmt und reflektiert, was es auf der Leinwand bedeutet, ein Mann oder eine Frau zu sein.Homosexuelle Charaktere waren entweder komische Schwuchteln, lesbische Vampire, pathetische Transvestiten, sadistische Täter oder wegen ihrer Veranlagung verzweifelte Opfer. Von Beginn an gab es Autoren, Regisseure und Darsteller, die jenseits der vorgegebenen Klischees ihren Subtext vermittelten. Einige von ihnen kommen in diesem Film zu Wort: wie etwa die Autoren Gore Vidal ("Ben Hur", "Plötzlich im letzten Sommer"), Jay Presson Allen ("Cabaret"), Quentin Crisp ("The naked civil servant"), Stewart Stern ("... denn sie wissen nicht, was sie tun"), Ron Nyswaner ("Philadelphia") und viele Schauspieler.

Dies ist nicht nur eine - mit Ausschnitten aus über 100 Filmen belegte - Chronik, wie Homosexuelle im Film porträtiert wurden, sondern auch eine Untersuchung der Mythen, Mythenentstehung und der Wirklichkeit von Sexual- und Geschlechtsidentität im 20. Jahrhundert.