Star-Staatsanwalt Mark Hunter kann scheinbar dank seiner Wortgewandtheit jeden noch so kniffeligen Fall zu seinen Gunsten entscheiden und deshalb auf eine erstaunliche Bilanz zurückblicken. Der junge Journalist C.J. Nicholas allerdings misstraut dem eitlen Juristen. Zunächst keimt bei ihm nur der Verdacht, dass Hunter nach Gutdünken Beweise fälscht und manipuliert. Doch Beweisen kann es Nicholas nicht. Um Hunter das korrupte Handwerk zu legen, lässt sich der aufrechte Journalist selbst mit gefälschten Indizien unter Mordverdacht verhaften. Dies ist der Beginn eines unerbittlichen Duells ...

Warum sich Regie-Routinier Peter Hyams ("Outland - Planet der Verdammten", "Ein Richter sieht rot“, "Das Relikt") ausgerechnet Fritz Langs Justizklassiker "Jenseits allen Zweifels" von 1956 vorgenommen hat, bleibt wohl sein Geheimnis. Denn das er sich an diesem Schwergewicht nur verheben konnte, war eigentlich schon vorher klar. Mit schlappen Darstellerleistungen – selbst Michael Douglas bleibt als eitler Staatsanwalt erstaunlich blass – und einer sich nur müde dahinschleppenden Geschichte macht Hyams hier fast alles falsch, was Lang richtig gemacht hat. Ein völlig unnötiges Remake.

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