Die Siebzigerjahre waren eine Zeit, in denen viele junge Menschen nach neuer Spiritualität und sexueller Befreiung suchten. Genau in diesen Suchenden fand Bhagwan Shree Rajneesh willige Schüler für seine Lehre, die mehr und mehr zu der Grundlage einer Sekte mutierte. Unter seinen Jüngern war auch die Inderin Sheela, die von ihrem Vater zu dem charismatischen Guru gebracht wurde. Jahre später war sie Baghwans rechte Hand. Als sein Ashram in Poona, jene Metropole für Meditationen und tantrischen Sex, zu klein für die stetig wachsende Kommune wird und auch die indische Obrigkeit gegen den Guru interveniert, lässt man sich in den Achtzigerjahren in den Bergen Oregons nieder. Doch hier kommt es bald zur Katastrophe ...

Das Regie-Duo Sabine Gisiger und Beat Häner erzählt hier recht einseitig von der Sekte (hauptsächlich aus der Sicht seiner Sekretärin und seines in Ungnade gefallenen Bodyguards) und den Schwierigkeiten mit Steuer- und Einwanderungsbehörden, sowie dem Größenwahn Baghwans mit seinen Rolls-Royce-Tick. Wie es genau zum Untergang kommen konnte, wird hier nicht erläutert. Dennoch bietet das Ganze für Interessierte einige spannende Einzelheiten über den Traum des so genannten "Sex-Guru", der zum Albtraum mutierte.



Foto: Pandora