Im Jahr 1937 scheint die Welt im Sudetenland noch eine halbwegs heile zu sein: Der deutsche Mühlen- und Sägewerkbesitzer August Habermann heiratet die schöne Jana. Doch erste dunkle Wolken kündigen sich bereits am Horizont an. Als dann schließlich die Nazis das Sudentenland besetzen und die Tschechoslowakei als Reichsprotektorat Böhmen und Mähren deklarieren, nimmt der Hass der Tschechen auf die Deutschen zu. Als dann unter der Führung des skrupellosen SS-Mannes Kosloswki ein grausames Naziregime errichtet wird, spitzt sich die Lage mehr und mehr zu ...

Wenn dieses Thema auch sehr spät angefasst wurde, ist dies dennoch ein wichtiger Film, der in deutsch-tschechischer Koproduktion von dem tschechischen Regisseur Juraj Herz ("Der Leichenverbrenner", "Der Autovampir", "Lara - Meine Jahre mit Boris Pasternak") gekonnt in Szene gesetzt wurde. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und zeigt ergreifend, dass von beiden Seiten Gewalt und Unrecht ausgingen. Hier werden die grausamen Machenschaften der Nazis ebenso angeprangert wie die Hassattacken seitens der Tschechen, vor allem nach Ende des Krieges. Ebenso eindrucksvoll wird die schicksalhafte Spirale aus Neid, Hass, Verrat und Gewalt in den historischen Zusammenhang gestellt.



Foto: farbfilm