Marthe (Isabelle Huppert, Foto, l.), Michel und ihre drei Kinder führen ein ungewöhnliches Leben: Ihr Haus, in dem sie seit zehn Jahren leben, steht direkt neben einer leeren, stillgelegten Autobahn. Als eines Tages die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden und bald darauf die Autobahn für den Verkehr freigegeben wird, ist es mit der beschaulichen Ruhe vorbei. Fortan setzen Abgase, Lärm und Ferienreisende dem einst beschaulichen Familienleben ein Ende ...

Regisseurin Ursula Meier ("Die Sprinterin") erzählt in ihrem Kino-Debüt mit starken Bildern und viel schwarzem Humor die Geschichte einer Familie, die sich von der Außenwelt - hier in Form der lärmenden und stinkenden Autobahn - in das Innerste - in diesem Fall ihr Haus - zurückzieht. Durchgehend gut gespielt, besonders Isabelle Huppert und Olivier Gourmet überzeugen als Eltern, ist dies ein origineller wie grotesker Mix aus Komödie, Drama, Thriller und Pantomime, der viel Spielraum für Interpretationen lässt.

Foto: Arsenal