Nachdem sie ihr Mann verlassen hat, nimmt Chloé die Einladung ihres Schwiegervaters Pierre an, eine paar Tage in dessen Landhaus zu verbringen. Pierre spendet ihr nicht nur Trost, er erzählt auch eine ungewöhnliche Geschichte: Er liebte einst die jüngere Mathilde leidenschaftlich, hatte mit ihr eine stürmische Affäre, ließ die Liebe seines Lebens aber fallen, um nicht mit seinem sicheren Leben im Schoß seiner Familie zu brechen. Das Ergebnis: Seit Jahren ist er ein gebrochener Mann, weil er den Neuanfang nicht wagte ...

Nach dem gleichnamigen Roman der französischen Erfolgsautorin Anna Gavalda ("Zusammen ist man weniger allein") inszenierte die Schauspielerin und Regisseurin Zabou Breitman ("Claire - Sich erinnern an die schönen Dinge") ein zwar sensibel erzähltes Drama um die Feigheit eines Mannes, verliert sich dabei aber leider allzu oft in Belanglosigkeiten. Das Ganze wirkt zudem eher wie ein Kammerspiel denn wie großes Kino. Dennoch: die starken Darsteller – hier merkt man, dass die Regisseurin aus diesem Fach gewechselt hat - sorgen zumindest für einige packende Momente.

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