Ein Zug durchquert Kanada von Ost nach West, von Montreal nach Vancouver. Die Reise durch die endlose Wildnis dauert vier Tage. Vier Tage, in denen der sensible Informatiker Vincent und die hübsche Catherine sich zunächst begegen, kennenlernen und dann heftig ineinander verlieben. Die Eingeschlossenheit und relative Enge im Zug bildet dabei einen reizvollen Kontrast zur Weite der Landschaft.

Léa Pool inszenierte die poetische Liebesgeschichte ohne Schnörkel und geradling. Nur gelegentliche Rückblenden und Traumsequenzen brechen die Form gelegentlich auf. Der bekannte polnische Komponist Zbigniew Preisner, der unter anderem zahlreiche Filme seines Landsmannes Krzysztof Kieslowski vertonte, trägt bei seiner musikalischen Untermalung allerdings ein wenig dick auf. Der Film wurde in den Kinos auch unter seinem Originaltitel "Mouvements du Désir" gezeigt.