"Unter Sarmatien verstehe ich nach Ptolemäus das Gebiet zwischen Schwarzem Meer und Ostsee. Zwischen der Weichsel und der Linie Don - Mittlere Wolga. Ein Gebiet, aus dem ich stamme und in dem ich herumgekommen bin." So beschrieb einst der deutsche Schriftsteller und Lyriker Johannes Bobrowski (1917-1965) die räumliche Ausdehnung des Gebietes Sarmatien, dem er 1961 seinen Gedichtband "Sarmatische Zeit" widmete.

Filmemacher Volker Koepp widmete sich schon in seinen Regiearbeiten "Grüße aus Sarmatien" (1972), "Kalte Heimat" (1995), "Herr Zwilling und Frau Zuckermann" (1999), "Kurische Nehrung" (2001) und "Dieses Jahr in Czernowitz" (2004) mit Johannes Bobrowskis poetischem Traumland "Sarmatien". Nun besuchte er erneut die Republik Moldau, Weißrussland, Litauen und die Ukraine auf den Spuren der Gedichte Bobrowskis. "In Sarmatien" ist eine Wiederbegegnung mit den Menschen und den Landschaften dieser Filme, die ausschnittsweise in die neuen Bilder einmontiert sind. Koepp geht aber auch neuen Spuren nach: zu den chassidischen Pilgern nach Uman, ins moldawische Kischinau oder in die weißrussische Memelstadt Grodno.



Foto: Volker Koepp