Die Witwe Maggie ist verzweifelt: Ihr Enkel leidet an einer seltenen Krankheit und ihr Sohn kann das nötige Geld für eine Erfolg versprechende Behandlung in Australien nicht aufbringen. Als sie durch Soho streift und an einer Bar das Schild "Hostess gesucht" sieht, will sie die Arbeit annehmen, ohne in ihrer Naivität zu wissen, was sich eigentlich dahinter verbirgt. So ist der Betreiber der Rotlicht-Bar zunächst verblüfft, gibt ihr aber schließlich eine Chance als Penis-Masseurin. Hier gelangt Maggie unter den Pseudonym Irina Palm zu ungewöhnlichem Ruhm...

Dass Regisseur Sam Garbarski ein Händchen für tolle Geschichten hat, bewies er bereits mit dem Arthaus-Erfolg "Der Tango der Rashevskis". Wäre er darüber hinaus noch ein begnadeter Filmemacher – man hätte es stets mit Meisterwerken zu tun. Hier erzählt er zwar wieder eine ungewöhnliche Geschichte zwischen Tragik und Komik, fand in Indie-Pop-Ikone Marianne Faithfull eine tolle Hauptdarstellerin, enttäuscht aber mit filmischen Unzulänglichkeiten. Einige Szenen sind eindeutig zu lang, andere wiederum endet zu abrupt und die zu gewollt wirkenden Kameraeinstellungen, die um jeden Preis vermeiden wollen, männliche Geschlechtsteile zu zeigen, nerven schon recht bald. Dennoch: die gute Story entschädigt für die wenig leinwandträchtigen Bilder.

Foto: X Verleih (Warner)