Italien, ein Land der Gegensätze. Für viele Deutsche ist es bis heute ein Sehnsuchtsland, das Land, in dem die Zitronen blühen. Doch Italien steht wirtschaftlich am Abgrund, die Ära Silvio Berlusconi hat tiefe gesellschaftliche Gräben in dem Land hinterlassen, das besonders im Süden immer noch mit der Macht der Mafia kämpft. Mittlerweile verlassen wieder viele junge Italiener wie bereits in den Sechzigerjahren ihre Heimat und Familie, um in der Fremde ihr Auskommen zu finden …

Das homosexuelle italienische Filmemacher-Duo Gustav Hofer und Luca Ragazzi reiste bereits 2007 für den Dokumentarfilm "Schwulsein auf Italienisch" durch sein Vaterland und musste dabei feststellen, dass die Anerkennung seiner Bürgerrechte als Paar in manchen Gegenden nicht unumstritten war. Vier Jahre später machten sich die beiden erneut auf die Reise durch das von Krisen geschüttelte Italien und verarbeiteten ihre Eindrücke mal liebenswert-heiter, mal melnacholisch-tragisch zu einem vielfach preisgekrönten Porträt des wohl bizarrsten Landes Europas, das sie sich noch dazu von ihren Landsleuten erklären lassen. Während der aus Südtirol stammende Gustav an der Genesung des Stiefesstaates zweifelt und wie viele seiner Freunde gern das Land verlassen würde, hängt der Römer Luca weiter an seiner Heimat und will das Land der Sonne, der antiken Kultur und des guten Essens nicht verlassen. Wie werden sich die beiden am Ende der Reise entscheiden: Verlassen sie Italien oder nicht?



Foto: Déjà vu