Durchschnittsbürger Thomas Müller steckt in einer Krise: Sein Eheleben findet kaum noch statt, der pubertierende Sohn Alex begehrt auf und nimmt am Familienleben nicht mehr teil. Als er dann auch noch seinen Job verliert, bricht sein langweiliger Alltag vollends zusammen, denn eigentlich wollten die Müllers endlich ein Eigenheim erwerben. Als Thomas zufällig dem Yuppie Stefan Schmidt begegnet, wendet sich aber sein schlechtes Blatt komplett. Denn Schmidt beschafft ihm einen gut bezahlten Job als Warentester. Was Thomas nicht ahnt: Er selbst wird als Durchschnittstyp durchleuchtet und wird schließlich sogar meinungsbildend - bis er die Sache durchschaut ...

Der gläserne Mensch als Abziehbild ist sicherlich nicht die Neuerfindung des Kinos, birgt aber stets genügend Potential für eine witzige Geschichte. Das sollte man zumindest annehmen, wenn man etwa an Filme wie "Die Truman Show" denkt. Doch Regiedebütant David Dietl verstand es nicht, die Geschichte seines Abschlussfilms an der dffb auf ein spannendes Niveau zu bringen. Einige Ideen sind gut, die Umsetzung leider nicht. Das Ganze wirkt eher wie eine müde TV-Klamotte denn wie ein gesellschaftskritischer Reißer. So geht der durchaus brisante satirische Inhalt durch die lahme Umsetzung völlig verloren und bietet bestenfalls das, was Olli Dietrich hier darstellt: gerade mal Durchschnitt!



Foto: Zorro