Die junge Laura lebt im mexikanischen Baja nahe der Grenze zu den USA. Sie träumt davon, die Schönheitskönigin ihrer Region zu werden, nicht ahnend, dass ihr genau dieser Traum zu Verhängnis werden soll. Denn als sie sich beim Schönheitswettbewerb anmeldet, sorgen die Ausrichter dafür, dass Laura in den Händen der skrupellosen Drogen-Gang landet, die den Norden des Landes beherrscht. Um das Leben ihrer Familie zu schützen, lässt sich die naive Schöne darauf ein, für die Gang Drogen zu schmuggeln. Sie wird zwar tatsächlich zur Schönheitskönigin gekürt, kann aber den Fängen ihrer Häscher nicht mehr entkommen und sieht sich bald in den blutigen Drogenkrieg verwickelt ...

Vor dem Hintergrund des realen Drogenkrieges in Mexiko (geschätzer Jahesumsatz: 15 bis 40 Milliarden Dollar) entwickelte Gerardo Naranjo ein erschütterndes weil authentisch wirkendes Krimi-Drama. Durch einen Zeitungsartikel, in dem eine Schönheit beschuldigt wurde, für das Drogen-Kartell zu arbeiten, auf die Problematik aufmerksam geworden, lag es Naranjo am Herzen, zu zeigen, warum etwa 200 000 Menschen aus Angst eine Stadt wie Juarez verlassen haben. Eindrucksvoll schildert der Regisseur, dass den Mitgiedern der Drogenkartelle unschuldige Opfer offenbar völlig egal sind. Hier gerät die Protagonistin in Situationen, in denen permanent Unbeteiligte im Kugelhagel sterben. Spielfilmdebütantin Stephanie Sigman, die bislang nur Erfahrungen als Model und Nebendarstellerin in TV-Serien sammelte, spielt ihre Rolle als Laura hervorragend und verleiht der Figur die nötige Naivität und Authentizität. Interessant: die Schauspieler Diego Luna und Gael García Bernal waren bei diesem Werk als ausführende Produzenten tätig.



Foto: Fox