Ungleicher können Brüder kaum sein: John Foster ist schwarz, solide und verantwortungsbewusst, sein Adoptivbruder Charly weiß und ein Chaot. Gerade hat er seinen Job bei der U-Bahnpolizei verloren, und als ob das nicht genug wäre, macht er beim Zocken Schulden. Dann verliert er auch noch seine große Liebe an den aufgeweckteren Bruder John; das lässt Charly endgültig durchdrehen. Er überfällt einen Geldzug. Wieder muss John her, um die Sache gerade zu biegen ...

Joseph Rubens Actionthriller fängt nicht unflott an, und am Ende läßt er sich auch ertragen. Dazwischen aber säuft die Story aufs erbärmlichste ab, und man schreit förmlich nach einem Cutter, der den Mittelteil um mindestens eine halbe Stunde zurechtstutzt. Hinzu kommt die unglückliche Charakterisierung der Hauptfiguren. Denn Woody Harrelson ist keinesfalls ein sympathischer Verlierer, sondern ein kompletter Idiot, der hier zurecht des öfteren die Maske poliert bekommt. Jennifer Lopez als Blickfang reißt es leider auch nicht raus.

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