Nach tiefgründigeren Auftritten, unter anderem in die "Frau in Gold", streift sich Womanizer Ryan Reynolds zum zweiten Mal nach "Green Lantern" die Superheldenkluft über. Ein Besuch im Labor macht seine Figur, den krebskranken Soldaten Wade, zum Übermenschen. Sein Gesicht ist nun entstellt, dafür kann er sich selbst heilen.

Einen Gegner bekommt der sogenannte Deadpool auch direkt: Ajax (Ed Skrein) hat ihn zu dem gemacht, der er nun ist, und bedroht zudem seine Freundin Vanessa (Morena Baccarin). In Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand) findet der rot-schwarze Deadpool eine würdige Mitstreiterin.

Im Gegensatz zu einigen anderen Comicverfilmungen, etwa "Spider-Man" oder "Batman", ist der Held hier kein schüchterner Mann, welcher mit viel Pathos inszeniert wird, sondern ein Rüpel, der um keinen frechen Spruch verlegen ist. 

Kein Rüpel für alle

Ein neues Spin-off der "X-Men"-Reihe: Die Adaption des Marvel-Comics ist ganz auf Ryan Reynolds zugeschnitten, neben ihm werden keine weiteren Stars geduldet. Baccarin kennt man immerhin aus dem US-Serienhit "Homeland".

Aber was bringt der Streifen Neues im Überangebot an Superhelden-Verfilmungen? "Deadpool" bewegt sich deutlich weg von der Familienunterhaltung und richtet sich an ein Erwachsenenpublikum, das den beißenden Sprüchen standhält.

Außerdem durchbricht der Antiheld die vierte Wand - er spricht also ebenso wie in der Comicvorlage regelmäßig den Zuschauer an. Ein Wagnis, das durchaus seinen Reiz hat, aber eben auch nicht jedermanns Sache ist.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Deadpool":