Das langweilige Leben des Berner Altsprachenlehrers Raimund Gregorius erhält eine unerwartete Wendung, als er eine junge Frau vom möglichen Selbstmord abhält. Da sie ihn überstürzt wieder verlässt und ihren Mantel vergisst, gerät Gregorius an ein faszinierendes Buch und eine Fahrkarte nach Lissabon. Die nimmt er für sich in Anspruch und folgt, in Lissabon angekommen, den Spuren des Buchautors, der offenbar während des Umsturzes des portugiesischen Diktators Salazar eine wesentliche Rolle gespielt hat. Gregorius trifft Menschen, die mit dem Autor zu tun hatten ...

Diese Verfilmung von Pascal Merciers gleichnamigem Bestseller ist vor allem eines: totlangweilig. Bergman-Schüler Bille August gelingt es in keiner Minute, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen, wie es Mercier zumindest zu Beginn und mit dem Buch im Buch geschafft hat. Ebenso zäh wie große Teile des Romans erweist sich diese filmische Adaption trotz namhafter Besetzung – einige davon überaus kurios - als zäher Europudding (bei dem es offenbar nur darum ging, möglichst viele Fördergelder abzuschöpfen). Ein paar pittoreske Drehorte reichen für einen unterhaltsamen Film nun mal nicht aus.



Foto: Concorde