Die junge Rei arbeitet im Megamoloch Tokyo in einem exklusiven Sadomaso-Club. In Lack, Leder und Strapsen erniedrigt die Meisterin der Peitsche ihre Kunden nach allen Regeln der Kunst. Die reichen älteren Herren werden gezüchtigt, gefoltert, mit Nadeln oder heißem Wachs traktiert und verletzt. Für Rei ist ihre Tätigkeit mehr als nur ein Nebenjob - es macht ihr Spaß. Eines Nachts lernt sie die blutjunge Prostituierte Ayumi kennen. Diese jobbt als Callgirl für einen Club und sucht ihre Kunden in Hotels auf. Doch Ayumi träumt von einem ganz anderen Leben und spart darum eisern für ihre Hochzeit mit einem stattlichen angesehenen Mann, einem angehenden Arzt. Die beiden Mädchen freunden sich an und ziehen Nachts gemeinsam durch die Bars, Casinos und Karaoke-Clubs - Königinnen der Nacht, getrieben von der Lust auf Sex und Perversionen.

Eine bizarre erotische Milieustudie aus Japan über die Welt des Sado-Masochismus und der käuflichen Liebe. Der Film basiert auf der Bestseller-Reportage "Ai No Shinsekai" von Ken Shimamoto, in der die Porträts von 64 Frauen aus der japanischen Sexindustrie aufgezeichnet wurden. Die Bilder zu dieser offenen Reportage stammten von dem Photographen Nobuyoshi Araki, der auch die Kameraführung für den Film übernahm. Regisseur Banmei Takahashi ist in Japan ein Medien-Star. Er begann seine umstrittene Kariere als Mitarbeiter und Regisseur von Softsex-Filmen, dem in Japan sogenannten Pink-Film-Genre. 1982 verließ er das angestammte Genre, um mit "Tatoo" einen Thriller zu inszenieren, der auf einem authentischen Bankraub beruht. Diese aufsehenerregende Produktion wurde in Japan geradezu mit Preisen überhäuft. Danach drehte er vor allem harte Gangster-Thriller für den japanischen Video-Markt. Mit "Nightlife in Tokyo" gelang ihm ein halbdokumentarisches, exzellent geschnittenes Kunstwerk mit raffinierter Dramaturgie.